Veröffentlichungen in Printmedien und Tageszeitung

Neustadt. Die Stadt Neustadt will einen "Kunstraum" schaffen. Das ist der Titel einer messeähnlichen Veranstaltung, die für den 19. bis 21. Mai vor­bereitet wird.

 

An den drei Tagen sollen sich, einer Veröffentlichung der Stadt Neustadt zufolge, in Thüringen wirkende Künstler mit ihren Werken vor allem im Augustinersaal und im Lutherhaus vorstellen, aber auch die Innenstadt soll als Ausstellungsraum fungieren. Der Kunstmarkt soll umrahmt werden von praktischen Seminaren, Mitmachaktionen, Vorträgen, Vorführungen.

 

Fast fünfzig Künstler hätten ihre Teilnahme fest zugesagt und knapp dreißig davon hätten sich unlängst zu Vor-Ort-Gesprächen mit Besichtigung der Ausstellungsräume getroffen. Vom 19. bis 21. Mai sei in Neustadt mit Malern, Grafikern, Bildhauern, Schmuckdesignern, Fotografen und anderen Kunstschaffenden zu rechnen.

 

Das Projekt leiste auch einen Beitrag zum Reformationsjahr, so die Ankündigung. Etliche Künstler hätten sich bereit erklärt, für die Ausstellung Werke zu schaffen, die sich unter dem Leitmotiv "Reformation – Transkription – Transformation" zusammenfassen lassen.

 

Die Stadt Neustadt lässt sich beim "Kunstraum" von den Ausstellungsmachern von FRM Werbung aus Pößneck helfen, die sich mit der Organisation der bisherigen Kreiskunstmessen empfehlen. Es wirkt der Kunstraum Kamsdorf mit.

 

OTZ / 23.01.17

 

 

 

 

 

 

 

Wo ein Musiksommer zu Hause ist und sich Kultur an ganz verschiedenen öffentlichen Orten ganz selbstverständlich abspielt und entfaltet – da gehört eigentlich auch bildende Kunst hin.

 

21. April 2017 / 03:00 Uhr

 

Wo ein Musiksommer zu Hause ist und sich Kultur an ganz verschiedenen öffentlichen Orten ganz selbstverständlich abspielt und entfaltet – da gehört eigentlich auch bildende Kunst hin. "Unser Ansatz war es, mehr Kunst in den öffentlichen Raum, mehr bildende Kunst auf die Straße zu bringen", sagt Ronny Schwalbe, der Neustädter Kulturamtsleiter.

 

Tatsächlich haben viele Zeitgenossen Hemmschwellen, in eine Kunstausstellung zu gehen. Kunst hat für viele den Ruf teuer und irgendwie fremd zu sein. Man schämt sich beinahe, wenn man große Kunst nicht gleich als solche erkennt und sich immer wieder fragt, was der Künstler damit sagen wollte.

 

Nun will die Kultur-Stadt Neustadt ein eigenes Kunst-Format auf die Beine stellen, den KunstRaum, – und damit keinesfalls in Konkurrenz zu anderen Kunst-Räumen der Region stehen. Die Neustädter wollen für die sprichwörtlichen "Otto-Normal-Verbraucher" Kunst als Erlebnis begreiflich machen, wollen zeigen, wie Kunst entsteht und dass es auch Einheimische sind, die Kunst schaffen.

 

Nebenbei lernen die jungen Leute auch was fürs Leben: dass nämlich Graffiti-Kunst zwar auch Kunst, aber nicht überall legal und erwünscht ist. So gibt es im Graffiti-Workshop Kunst zum Selber-Tun, aber auch rechtlichen Hinweise rund um das Graffiti-Sprühen. Kunst und Realität sind manchmal auch ganz nah beieinander.

 

OTZ /Brit Wollschläger / 21.04.17